Volksgarten Linz: Nebelspiel wartet auf Wasserfreigabe
Die Umbauarbeiten am Eingang des Linzer Volksgartens sind abgeschlossen. Das neue Nebelspiel an der Goethekreuzung kann erst nach positiven Wasserproben in Betrieb gehen - das Gesundheitsamt prüft die Anlage sorgfältig.
Die Umgestaltung des Eingangsbereichs beim Linzer Volksgarten ist abgeschlossen. Das neue Nebelspiel an der Goethekreuzung, zentrales Element des Projekts, kann jedoch noch nicht in Betrieb gehen: Vor der Freigabe für die Öffentlichkeit prüft das städtische Gesundheitsamt die Wasserqualität der Anlage.
Anlage gereinigt, Wasserproben laufen
Wie die Stadt Linz in ihrem Medienservice vom 4. August 2026 mitteilt, wurde die Nebelspielanlage nach Abschluss der Bauarbeiten zunächst gründlich gereinigt und desinfiziert. Anschließend wurden Wasserproben entnommen und auf mikrobiologische Verunreinigungen untersucht. Erst nach zufriedenstellenden Ergebnissen kann das Nebelspiel in Betrieb genommen werden.
Der Grund für die sorgfältige Prüfung: Das Nebelspiel erzeugt durch die Vernebelung des Wassers feinste Tröpfchen. Das Gesundheitsamt der Stadt Linz (Abteilung Gesundheitsservice) empfiehlt daher eine gründliche Überprüfung der Vernebelungsanlage vor dem Betrieb. Im laufenden Betrieb soll ein hygienisches Anlagendesign für einwandfreie Wasserqualität sorgen.
Hauptwege bereits seit Ende Juli wieder offen
Die Umbauarbeiten verliefen in mehreren Schritten. Bereits am 23. Juli 2026 - pünktlich zum Pflasterspektakel - konnten laut einer früheren Mitteilung der Stadt die Bauzäune entlang der Hauptwege abgebaut werden. Seither ist die freie Passierbarkeit der Parkanlage wieder möglich.
Lediglich ein kleiner Bereich rund um das neue Nebelspiel war bis zuletzt abgesperrt. Dort standen noch die finale Gestaltung eines neu geschaffenen Beets sowie die Möblierung aus.
Herzstück des Innenstadtkonzepts
Das Projekt ist Teil des Linzer Innenstadtkonzepts, das der Gemeinderat Ende 2024 beschlossen hat. Der Übergang zwischen Volksgarten, Landstraße und Hauptbahnhof zählt zu den meistgenutzten Fußwegen der Innenstadt und soll durch die Neugestaltung aufgewertet werden. Das Konzept stammt vom Wiener Büro DnD Landschaftsplanung ZT GmbH, das nach einem städtischen Planungsauftrag den Zuschlag erhielt.
Neben dem Nebelspiel wurden auch die Wegeführungen verbessert sowie Sichtbeziehungen an der Ecke Landstraße/Goethestraße optimiert. Die Gesamtkosten für das Projekt belaufen sich laut Gemeinderatsbeschluss vom Dezember 2025 auf 424.000 Euro - die Mittel waren im Vorfeld um 200.000 Euro erhöht worden.
Abkühlung und Bewässerung in einem
Das Nebelspiel soll laut Stadträtin Eva Schobesberger (Grüne) an heißen Tagen für Abkühlung sorgen und gleichzeitig zum Spielen und Verweilen einladen. Ein weiterer Effekt: Die umliegenden Bäume und Rasenflächen, die im Sommer häufig unter Trockenheit leiden, werden durch die Anlage zusätzlich bewässert.
Bürgermeister Dietmar Prammer (SPÖ) betonte zum Baustart im Juni, man schaffe mit der Umgestaltung mehr Orientierung und Aufenthaltsqualität für alle, die vom Bahnhof über den Volksgarten Richtung Landstraße unterwegs sind. Das Nebelspiel soll für Personen jeglichen Alters nutzbar sein.
Prüfung vor dem Hintergrund der Legionellen-Häufung
Die Wasserproben werden auch vor dem Hintergrund einer aktuellen Häufung von Legionellen-Erkrankungen im Raum Linz besonders genau genommen. Seit Ende Juli wurden in Oberösterreich insgesamt 20 Legionellen-Fälle gemeldet, davon 15 mit direktem Bezug zur Landeshauptstadt. Der Magistrat Linz ermittelt gemeinsam mit der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) die möglichen Infektionsquellen. Ein direkter Zusammenhang mit der Volksgarten-Anlage besteht laut Stadt nicht - die Prüfung ist Standardverfahren vor jeder Inbetriebnahme einer solchen Vernebelungsanlage.
Stand: 13. August 2026