LINZ JOURNAL

Pleschinger See: Der Linzer Badesee vor den Toren der Stadt

Der Pleschinger See in Steyregg (direkt an der Linzer Stadtgrenze) ist einer der meistbesuchten Badeseen Oberösterreichs. 13 Hektar Wasserfläche, maximal 8 Meter tief, dazu rund 20 Hektar Liegewiesen. Öffentlich erreichbar mit Buslinie 33 oder per Fahrrad. Eintritt frei, FKK-Bereich seit 1982, Gastronomie, Spielplätze, Camping. Wasserqualität schwankt - zuletzt bei Badegewässer-Tests als gute Qualität eingestuft (Stufe 2 von 3).

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Pleschinger See: Der Linzer Badesee vor den Toren der Stadt

Pleschinger See: Das Linzer Sommerparadies

Wir haben den Pleschinger See zusammengestellt - den wichtigsten Badesee im unmittelbaren Umfeld von Linz und eines der meistbesuchten Sommer-Ziele Oberösterreichs. Der See liegt in Steyregg, direkt an der nordöstlichen Linzer Stadtgrenze, und ist von der Linzer Innenstadt in rund 20 Minuten mit dem Auto oder 30 Minuten mit dem Bus erreichbar. 13 Hektar Wasserfläche, maximale Tiefe 8 Meter, rund 20 Hektar Liegewiesen, Eintritt frei - für Linzer Familien, Jugendliche und Erholungssuchende ist der Pleschinger See die erste Anlaufstelle im Sommer. Du kennst eine Pleschinger-See-Geschichte, die hier fehlt? Schreib an redaktion@linzjournal.at.

Entstehung und Lage

Der Pleschinger See ist ein Baggersee - wie die meisten Badeseen im Linzer Raum entstanden durch Kiesabbau in der Donauebene. Das Kies wurde im 20. Jahrhundert abgebaut und für Bauprojekte (Autobahnen, Linzer Stadterweiterung, Industrieanlagen) verwendet. Nach Abschluss des Abbaus füllten sich die Gruben mit Grundwasser - und wurden zu Badeseen. Der Pleschinger See liegt in der Gemeinde Steyregg, nordöstlich der Linzer Stadtgrenze. Der See ist 13 Hektar groß, die Umgebung (Liegewiesen, Gehölze, Parkplätze, Gastronomie) umfasst weitere rund 20 Hektar. Die maximale Tiefe beträgt 8 Meter, die Wassertemperatur im Hochsommer 20-24 Grad Celsius. Das Ufer ist überwiegend begrünt mit Liegewiesen, einzelnen Holzstegen und wenigen Stein-Uferstrecken.

Infrastruktur: Was am See zur Verfügung steht

Der Pleschinger See ist gut ausgebaut für den Publikumsbadebetrieb:

  • Liegewiesen rund um den See - keine Gebühr, freie Platzwahl
  • Mehrere Gastronomie-Stände - klassisches Imbiss-Angebot mit Pommes, Langos, Eis, Getränke
  • Ein Restaurant am See mit Gartenterrasse
  • Spielplätze für Kinder
  • Sanitäranlagen (Toiletten, Duschen)
  • Parkplätze - gebührenpflichtig in der Hauptsaison
  • Campingplatz mit Stellplätzen für Zelte und Wohnmobile
  • Kleiner Kleingarten-Bereich (Schrebergarten-Kolonie)
  • FKK-Bereich - direkt am See seit 1982, klar markiert und separiert vom Hauptbadebereich
  • Boot-Verleih saisonal möglich (Tret-, Ruder-, SUP-Boards)

Die Badesaison läuft üblicherweise von Mitte Mai bis Mitte September, mit Spitzen in den Sommerferien (Juli-August). An heißen Wochenend-Tagen kann der See ausverkauft wirken - mehrere tausend Besucher:innen, Parkplätze knapp, Schlangen an den Imbissständen. Unter-der-Woche-Besuche sind deutlich entspannter.

Wasserqualität: Zwischen „ausgezeichnet" und „gut"

Die Wasserqualität des Pleschinger Sees wird vom Land Oberösterreich und der AGES (Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit) regelmäßig überwacht. Die Ergebnisse sind überwiegend gut, gelegentlich schwankend:

  • Über mehrere Jahre wurde die Wasserqualität als „ausgezeichnet" eingestuft - die höchste von vier Kategorien
  • In einzelnen Sommern gab es erhöhte Werte an E. coli und Enterokokken - typischerweise nach starken Regenfällen oder in Hitzeperioden
  • Aktuelle Einstufung (Stand April 2026): „gute Badegewässer-Qualität" (Stufe 2 von 3)
  • Bei akuten Qualitätsproblemen warnt die Gemeinde Steyregg über die Website und Infotafeln am See

Für normales Freizeitbaden gilt der Pleschinger See als sicher - wie bei allen Badeseen gelten die üblichen Hygiene-Empfehlungen (nach dem Schwimmen Duschen, offene Wunden nicht im Wasser). Aktuelle Wasserqualitäts-Messwerte auf land-oberoesterreich.gv.at.

Anreise: Bus, Rad, Auto

Der Pleschinger See ist auf mehreren Wegen erreichbar:

  • Buslinie 33 von Linz nach Steyregg. Die Haltestelle Pleschinger See liegt nordöstlich des Sees, rund 5 Minuten Fußweg zum Eingang. Fahrzeit vom Linzer Hauptplatz rund 25-30 Minuten. An heißen Tagen fährt der Bus verdichtet.
  • Fahrrad - von der Linzer Innenstadt über die Donaulände und durch St. Magdalena in rund 20-25 Minuten. Fahrradrouten auf der Linzer Seite der Donau oder über Urfahr und Steyregg.
  • Auto - über die Mühlkreisautobahn A7 oder die B125, Parkplätze beim See kostenpflichtig (rund 3-5 Euro pro Tag, Stand April 2026). An Wochenenden sind die Parkplätze oft früh voll - Öffi-Nutzung empfohlen.
  • Zu Fuß - für sportliche Linzer:innen aus der Stadtrandlage als längerer Spaziergang möglich, aber für Tagesausflug-Besucher unüblich

Mehr zum Linzer Öffi-Netz im Linz-Linien-Guide.

Was Sie über den Pleschinger See wissen sollten

Eintritt und Kosten

Der Eintritt zum Pleschinger See ist frei - das ist eine der großen Qualitäten und ein zentraler Unterschied zu vielen anderen österreichischen Badeseen (die teilweise 5-10 Euro Eintritt verlangen). Kosten fallen nur an für:

  • Parken: 3-5 Euro pro Tag (Stand April 2026)
  • Gastronomie: Imbiss-Preise moderat - Pommes 4-5 Euro, Langos 5-7 Euro, Bier 4-5 Euro, Eis 2-3 Euro pro Kugel
  • Boot-Verleih: Tretboot rund 10-15 Euro pro Stunde, SUP-Board 15-20 Euro pro Stunde
  • Camping-Stellplatz: ab rund 20 Euro pro Nacht für Zelt/Kleinwagen

Insgesamt ist der Pleschinger See eines der günstigsten Sommer-Ziele Linzer:innen - der freie Eintritt macht ihn zur demokratischen Alternative zu kostenpflichtigen Hallen- oder Freibädern.

FKK-Bereich: Geschichte und Regeln

Der FKK-Bereich am Pleschinger See existiert seit 1982 und ist einer der ältesten FKK-Bereiche im OÖ-Zentralraum. Der Bereich ist durch Hecken und Schilder klar abgegrenzt - wer das FKK-Areal betritt, hat sich unbekleidet zu bewegen. Der Bereich ist familientauglich - Eltern mit Kindern nutzen ihn regelmäßig. Fotografieren ist streng untersagt und wird sanktioniert. Für das Linzer Publikum ist der FKK-Bereich eine gut etablierte Tradition - rund 10-15 Prozent der Pleschinger-Besucher:innen nutzen ihn regelmäßig.

Kinder und Familien

Der Pleschinger See ist eines der besten Linzer Familien-Ziele im Sommer:

  • Flach abfallendes Ufer im Kinderbadebereich - für Kleinkinder gut geeignet
  • Spielplätze in Ufernähe
  • Schattige Liegewiesen-Bereiche unter Bäumen
  • Imbissangebot mit Kinder-geeigneter Kost
  • Sanitäre Anlagen mit Wickelbereichen

Wichtig: der See ist nicht durchgehend bewacht - Eltern müssen auf Kinder selbst achten. An heißen Wochenenden kann das Areal sehr voll werden, für ruhige Familienausflüge eher Werktage oder Randzeiten (früher Vormittag, später Nachmittag) empfehlenswert. Mehr Familien-Tipps im Linz-mit-Kindern-Artikel und im Sommer-Aktivitäten-Artikel.

Alternative Badeseen bei Linz

Neben dem Pleschinger See gibt es im Linzer Umfeld mehrere weitere Badeseen:

  • Weikerlsee - kleiner, ruhiger, in Pichling. Auch Linzer Stadtgebiet. Eintritt frei.
  • Ausee Abwinden-Asten - südöstlich von Linz, gute Wasserqualität, etwas kleiner als Pleschinger.
  • Seen am Donauradweg - mehrere kleinere Badeseen zwischen Linz und Grein
  • Biesenfeldbad Linz - Freibad in Linz-Stadt (kein See, aber Freibad-Alternative)
  • Parkbad - Linzer Stadtbad mit Freibad und Schwimmbad-Anlagen

Mehr Details zu allen Linzer Freibädern und Schwimmbädern im Schwimmbäder-Artikel. Für Linzer:innen ist der Pleschinger See die größte, naturnahste und gratis-zugängliche Bade-Option im unmittelbaren Umfeld der Stadt.

Pleschinger See in anderen Jahreszeiten

Außerhalb der Badesaison hat der Pleschinger See andere Qualitäten:

  • Herbst: ruhige Spaziergänge, Herbstfarben, ideale Fotolocations
  • Winter: bei lang anhaltender Kälte friert der See teilweise zu, Spaziergänge auf vereister Fläche möglich (Eisdicke beachten!). Gelegentlich Eislauf auf freigegebenen Bereichen.
  • Frühling: Vogelbeobachtung (Auwaldgebiet, zahlreiche Wasservögel), Fotografen-Anziehungspunkt

Die Camping-Anlage ist saisonal geöffnet - üblicherweise von Ostern bis Oktober. Für Rad- und Wandertouren ist der See ganzjährig erreichbar und Teil der Donauradweg-Nebenstrecken.

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